Katzenrassen

Chinchilla-Perser

Keine eigene Rasse, sondern eine Farbvariante der Perserkatze: weißes Fell mit schwarz getippten Spitzen und grünen Augen.

  • ruhig
  • sanft
  • anhänglich
  • häuslich

Die Chinchilla ist keine eigenständige Rasse, sondern eine Farbvariante der Perserkatze. Der Name verweist auf das Nagetier gleichen Namens, dessen Fellzeichnung ähnlich wirkt.

Die Variante entstand Ende des 19. Jahrhunderts in England und war eine der ersten gezielt gezüchteten Farbschläge überhaupt.

Die Zeichnung

Das Fell ist im Grund weiß; nur die äußersten Haarspitzen tragen Pigment - man spricht vom Tipping. Beim klassischen Chinchilla-Silber ist etwa das obere Achtel jedes Haares schwarz getippt, was aus der Ferne einen silbrigen Schimmer erzeugt.

Ist das Tipping stärker ausgeprägt, spricht man von Shaded Silver, bei noch stärkerer Ausprägung von Smoke.

Charakteristisch sind außerdem die smaragd- bis blaugrünen Augen, umrandet von einer dunklen Linie, sowie das ziegelrote Nasenleder mit dunkler Umrandung. Diese Augenfarbe unterscheidet die Chinchilla deutlich von anderen Persern, die meist kupferfarbene Augen haben.

Charakter

Wie bei allen Persern: ruhig, sanft, häuslich und wenig fordernd. Chinchillas gelten innerhalb der Perserzucht als etwas lebhafter und aufgeweckter als die übrigen Farbschläge, bleiben aber deutlich unter dem Aktivitätsniveau orientalischer Rassen.

Sie sind anhänglich, ohne aufdringlich zu sein, und haben eine leise Stimme. Für ruhige Haushalte sind sie eine gute Wahl.

Wie alle Perser neigen sie zu Bewegungsarmut und damit zu Übergewicht. Feste Spielzeiten und portionierte Fütterung sind bei dieser Rasse wichtig, siehe Katze ist zu dick.

Der Zuchttyp entscheidet

Wie bei allen Persern ist der Kopftyp die entscheidende Frage. Chinchillas werden traditionell eher im moderaten Typ gezüchtet, mit deutlich erkennbarer Nase - das ist gesundheitlich die klar bessere Variante.

Extremtypen mit stark verkürzter Nase bringen die bekannten Probleme mit: erschwerte Atmung, verlegte Tränenkanäle, Zahnfehlstellungen, Geburtsschwierigkeiten. Details dazu stehen im Perser-Portrait.

Beim Kauf: auf eine sichtbare Nase achten, die Atmung in Ruhe beobachten, die Augen prüfen.

Pflege

Hoch. Das lange Fell mit dichter Unterwolle muss täglich durchgekämmt werden - mit einem Metallkamm, nicht nur gebürstet.

Beim weißen Grundfell kommt hinzu, dass Verschmutzungen und Tränenspuren sofort sichtbar sind. Die tägliche Augenpflege mit lauwarmem Wasser und weichem Tuch gehört bei dieser Variante dazu.

Kritische Stellen für Verfilzungen: hinter den Ohren, Achseln, Innenschenkel, Halskrause, Bereich um die Rute. Details unter Fellpflege.

Gesundheit

Wie bei allen Persern:

  • PKD (polyzystische Nierenerkrankung). Die wichtigste Erbkrankheit. Gentest verfügbar und in seriösen Zuchten Standard.
  • PRA (progressive Retinaatrophie). Gentest verfügbar.
  • HCM. Herzultraschall der Zuchttiere.
  • Atem- und Augenprobleme abhängig vom Zuchttyp.

Beim Kauf Nachweise für PKD- und PRA-Test der Elterntiere verlangen.