Katzenrassen

Maine Coon

Die größte anerkannte Hauskatzenrasse. Ruhig, menschenbezogen und mit einem Wachstum, das bis zu vier Jahre dauert.

  • ruhig
  • menschenbezogen
  • verspielt bis ins Alter
  • gesprächig

Die Maine Coon ist die größte anerkannte Hauskatzenrasse und stammt aus dem US-Bundesstaat Maine, wo sie sich als Arbeits- und Farmkatze entwickelte. Die harten Winter Neuenglands haben sie geformt: dichtes, wasserabweisendes Halblanghaar, kräftiger Knochenbau, große, gut behaarte Pfoten, die wie Schneeschuhe wirken, und Luchspinsel an den Ohren.

Charakter

Trotz ihrer Größe gilt die Maine Coon als ausgesprochen umgänglich. Sie ist personenbezogen, folgt ihren Menschen durch die Wohnung und sucht Nähe, ohne aufdringlich zu werden. Der oft zitierte Vergleich mit einem Hund trifft es insofern, als viele Maine Coons apportieren, auf Ansprache reagieren und sich gut an ein Geschirr gewöhnen lassen.

Auffällig ist die Stimme: Maine Coons miauen selten laut, kommunizieren aber viel über Trillern, Gurren und Zwitschern.

Sie bleiben lange verspielt und reagieren gut auf Intelligenzspielzeug und Futtersuchspiele. Mit Kindern und anderen Tieren kommen sie meist unkompliziert zurecht.

Haltung

Der Platzbedarf ist real. Standard-Kratzbäume sind für eine ausgewachsene Maine Coon zu klein und zu instabil - hier braucht es Modelle mit entsprechender Traglast und Liegeflächen ab 50 Zentimetern Durchmesser. Auch Katzentoiletten müssen deutlich größer ausfallen als üblich; die Faustregel vom Anderthalbfachen der Körperlänge führt bei dieser Rasse schnell zu 80 Zentimetern und mehr, siehe Katzentoilette kaufen.

Viele Maine Coons haben eine ausgeprägte Vorliebe für Wasser und spielen mit dem laufenden Wasserhahn. Ein Trinkbrunnen wird oft gut angenommen.

Reine Wohnungshaltung ist möglich, verlangt aber Fläche, Höhe und Beschäftigung, siehe Wohnungskatze beschäftigen.

Pflege

Das Halblanghaar ist weniger pflegeintensiv als das der Perser, weil die Unterwolle geringer ausfällt. Zwei- bis dreimal wöchentliches Kämmen reicht meist, im Fellwechsel täglich. Kritische Stellen sind die Halskrause, die Achseln und die Hosen an den Hinterbeinen. Details unter Fellpflege.

Gesundheit

Drei Erkrankungen sind bei dieser Rasse relevant und über Zuchtuntersuchungen teilweise adressierbar:

  • HCM (hypertrophe Kardiomyopathie). Die häufigste Herzerkrankung der Katze. Für die Maine Coon ist eine spezifische Mutation im MYBPC3-Gen bekannt, auf die getestet werden kann. Ein Gentest allein reicht aber nicht - regelmäßige Herzultraschalluntersuchungen der Zuchttiere sind der Standard.
  • Hüftgelenksdysplasie. Bei Katzen selten, bei der Maine Coon aufgrund der Größe überdurchschnittlich häufig. Röntgenuntersuchung der Elterntiere ist üblich.
  • SMA (spinale Muskelatrophie). Erblicher Abbau von Motoneuronen, führt zu Muskelschwund an der Hinterhand. Gentest verfügbar.
  • PKD (polyzystische Nierenerkrankung) kommt vor, ist aber weniger typisch als bei Persern.

Wer eine Maine Coon vom Züchter holt, sollte nach HCM-Ultraschall der Elterntiere, HD-Röntgen und Gentests fragen. Auffällig günstige Angebote ohne Nachweise sind ein Warnsignal.

Das Wachstum dauert bei dieser Rasse bis zu vier Jahre. Entsprechend länger wird Kittenfutter gefüttert - siehe Kitten richtig füttern.