Pflege

Katzentoilette kaufen: Größe, Haube, Standort

Die meisten im Handel angebotenen Katzentoiletten sind zu klein. Die Faustregel: anderthalbmal die Körperlänge der Katze ohne Schwanz.

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Die Katzentoilette ist das Möbelstück, bei dem am häufigsten am falschen Ende gespart wird - und das die meisten Folgeprobleme verursacht. Unsauberkeit ist in Deutschland einer der häufigsten Abgabegründe für Katzen, und ein erheblicher Teil der Fälle ist schlicht ein Ausstattungsproblem.

Größe: die wichtigste Zahl

Die Faustregel aus der Verhaltensmedizin: Die Toilette sollte mindestens das Anderthalbfache der Körperlänge messen - gemessen von der Nasenspitze bis zum Schwanzansatz.

Eine durchschnittliche Hauskatze misst etwa 45 Zentimeter. Daraus ergeben sich rund 70 Zentimeter Innenlänge. Die im Handel üblichen Schalen liegen bei 40 bis 55 Zentimetern - also deutlich darunter.

Die Katze muss sich drehen, scharren, die Stelle prüfen und wieder zuscharren können, ohne den Rand zu berühren. Ist das nicht möglich, sucht sie sich Alternativen.

Praktischer Tipp: Eine große, flache Aufbewahrungsbox aus dem Baumarkt ist oft die bessere und günstigere Katzentoilette als ein Fachhandelsprodukt. Wer eine Seite auf etwa zwölf bis fünfzehn Zentimeter Höhe zuschneidet und die Kante glättet, hat einen bequemen Einstieg bei hohem Rand ringsum.

Offen oder mit Haube

Hauben lösen ein Problem des Menschen - Sichtschutz und weniger Streuverschleppung - und schaffen mehrere für die Katze:

  • Geruchskonzentration. Was von außen weniger riecht, riecht innen umso stärker. Die Katze steht mittendrin.
  • Keine Übersicht. Katzen sichern beim Koten ihre Umgebung. Eine Haube nimmt ihnen die Sicht.
  • Nur ein Ausgang. Im Mehrkatzenhaushalt kann eine Toilette mit einem Eingang zur Falle werden, wenn eine andere Katze davor wartet.
  • Klappe. Eine Schwingklappe ist für viele Katzen eine echte Hürde.

Wer aus praktischen Gründen eine Haube braucht: Klappe entfernen, größeres Modell wählen, häufiger reinigen. Und im Zweifel eine offene Toilette als Alternative daneben stellen - die Katze entscheidet.

Rand und Einstieg

Ein hoher Rand von 20 bis 30 Zentimetern verhindert, dass Streu herausfliegt und Urin über den Rand geht - manche Katzen urinieren im Stehen an die Wand der Toilette.

Ein niedriger Einstieg ist gleichzeitig wichtig, besonders bei alten Katzen. Arthrose ist bei Katzen weit verbreitet und wird selten erkannt, weil Katzen nicht humpeln, sondern Bewegungen vermeiden. Eine Katze, die plötzlich neben die Toilette macht, hat manchmal einfach Schmerzen beim Einsteigen. Für Senioren: Einstiegshöhe unter zehn Zentimetern, gegebenenfalls mit einer Rampe.

Die Kombination aus beidem - hoher Rand, niedriger Einstieg an einer Seite - ist der Grund, warum die Baumarktbox-Lösung so gut funktioniert.

Wie viele Toiletten

Die etablierte Regel lautet: Anzahl der Katzen plus eins.

  • 1 Katze → 2 Toiletten
  • 2 Katzen → 3 Toiletten
  • 3 Katzen → 4 Toiletten

Und zwar an verschiedenen Orten, nicht nebeneinander. Zwei Toiletten in einer Reihe zählen aus Katzensicht als eine. Ausführlich dazu: Wie viele Katzenklos braucht man.

Standort

Der Ort entscheidet mit darüber, ob die Toilette angenommen wird:

Gut: ruhige Ecke mit Blick in den Raum, mindestens zwei Zugangswege, gut erreichbar, auf der Wohnebene, auf der die Katze sich aufhält.

Schlecht: neben Waschmaschine, Trockner oder Heizungsanlage (plötzliche Geräusche), in einer Sackgasse ohne zweiten Fluchtweg, direkt neben Futter- und Wassernapf, hinter einer Tür, die zufallen kann, im kalten Keller bei einer alten Katze.

Der Abstand zum Futter ist keine Marotte: Katzen fressen instinktiv nicht dort, wo sie koten.

Material und Reinigung

Kunststoff ist Standard und in Ordnung, solange die Oberfläche glatt ist. Zerkratzte Toiletten nehmen Geruch an und sollten nach einigen Jahren ersetzt werden.

Reinigung: Klumpen und Kot täglich entfernen, komplette Leerung und Auswaschen etwa alle zwei bis vier Wochen je nach Streuart. Dabei heißes Wasser und milde Seife, keine Zitrus- oder Ammoniakreiniger. Zitrusgeruch schreckt Katzen ab, Ammoniak riecht nach Urin und kann zum Markieren einladen.

Selbstreinigende Toiletten

Automaten mit Rechen oder Trommel sparen Arbeit. Zu bedenken: Das Motorgeräusch verschreckt einen Teil der Katzen dauerhaft, die Geräte sind meist zu klein für große Katzen, sie funktionieren nur mit bestimmten Streusorten, und sie nehmen einem die tägliche Kontrolle ab - dabei ist die Katzentoilette eines der besten Frühwarnsysteme für Erkrankungen, siehe Krankheitszeichen bei Katzen.

Wer einen Automaten nutzt, sollte mindestens eine konventionelle Toilette zusätzlich anbieten.

Häufige Fragen

Wie groß muss eine Katzentoilette sein?
Mindestens das Anderthalbfache der Körperlänge von der Nasenspitze bis zum Schwanzansatz. Bei einer durchschnittlichen Hauskatze von 45 Zentimetern sind das rund 70 Zentimeter Innenlänge - deutlich mehr, als Standardschalen bieten.
Ist eine Haube auf der Katzentoilette gut?
Für den Menschen ja, für die Katze meist nicht. Hauben halten Gerüche im Inneren fest, schränken die Fluchtmöglichkeiten ein und nehmen der Katze den Überblick. Wenn eine Haube gewünscht ist, sollte die Klappe entfernt werden und die Toilette entsprechend größer ausfallen.
Wo sollte die Katzentoilette stehen?
Ruhig, gut zugänglich, mit Blick in den Raum und mit mindestens zwei Fluchtwegen. Nicht neben Waschmaschine oder Heizung, nicht in einer Sackgasse und mit deutlichem Abstand zu Futter- und Wassernapf.