Die Korat gehört zu den ältesten dokumentierten Katzenrassen. Im thailändischen Tamra Maew, einem Manuskript mit Katzengedichten aus der Ayutthaya-Zeit, ist sie bereits beschrieben - unter dem Namen Si-Sawat, was sich mit “Glück bringende Farbe” übersetzen lässt.
In Thailand gilt die Korat traditionell als Glücksbringer und wurde nicht verkauft, sondern paarweise verschenkt - etwa zu Hochzeiten. In den Westen gelangte sie erst 1959.
Aussehen
Die Korat gibt es ausschließlich in einer Farbe: silbergetipptes Blau. Jedes Haar hat eine silbrige Spitze, was dem Fell einen ausgeprägten Schimmer gibt. Andere Farben sind nicht anerkannt.
Der Kopf ist von vorn betrachtet herzförmig - ein Merkmal, das im Rassestandard ausdrücklich gefordert wird. Die Augen sind auffallend groß und leuchtend grün, färben sich aber erst im Alter von zwei bis vier Jahren vollständig aus; bis dahin sind sie bernsteinfarben.
Das Fell hat keine Unterwolle und liegt eng an.
Charakter
Die Korat ist sensibel und stark personenbezogen. Sie baut eine enge Bindung an ihre Menschen auf und begleitet sie durch den Alltag. Gegenüber Fremden ist sie zurückhaltend.
Sie ist aufmerksam, reagiert deutlich auf Geräusche und Veränderungen und braucht ein ruhiges, verlässliches Umfeld. Hektische Haushalte, häufiger Besuch und wechselnde Abläufe belasten sie.
Ihre Sinne sind bemerkenswert scharf - Korats gelten als besonders geräuschempfindlich, was in lauten Umgebungen zum Problem werden kann.
Sie ist gesprächig, aber nicht so laut wie die Siam. Gegenüber anderen Katzen kann sie besitzergreifend auftreten; die Vergesellschaftung sollte behutsam erfolgen.
Haltung
Ruhige Haushalte, feste Routinen, Rückzugsmöglichkeiten. Die Korat ist keine Rasse für ein Umfeld mit ständigem Trubel.
Sie ist verspielt und braucht Beschäftigung, aber weniger intensiv als etwa die Abessinier.
Pflege
Minimal. Kurzes Fell ohne Unterwolle, gelegentliches Bürsten mit einem Gummistriegel reicht.
Gesundheit
Zwei schwere Erbkrankheiten sind für die Korat spezifisch und beide über Gentests abgedeckt:
- GM1-Gangliosidose. Eine lysosomale Speicherkrankheit. Betroffene Kitten entwickeln ab etwa zwei bis drei Monaten neurologische Ausfälle - Koordinationsstörungen, Zittern, Lähmungen - und sterben meist vor dem ersten Lebensjahr.
- GM2-Gangliosidose. Ähnlicher Mechanismus, ähnlicher Verlauf, etwas späterer Beginn.
Beide Krankheiten sind autosomal-rezessiv, das heißt Trägertiere sind selbst gesund. Ein Gentest ist verfügbar und wird von seriösen Zuchten konsequent eingesetzt - Nachweise für beide Tests sollten beim Kauf vorgelegt werden.
Ansonsten ist die Korat robust und langlebig; Lebenserwartungen von 15 bis 19 Jahren sind üblich.
Der Genpool ist klein, weil die Rasse aus wenigen importierten Tieren aufgebaut wurde und Einkreuzungen nicht erlaubt sind. Der Inzuchtkoeffizient der Verpaarung ist deshalb ein sinnvoller Prüfpunkt.