Haltung

Was kostet eine Katze im Monat?

Futter und Streu sind der planbare Teil. Der Posten, der Haushalte tatsächlich überrascht, steht in keiner Monatsrechnung.

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Die Frage taucht meist vor der Anschaffung auf - und wird fast immer zu niedrig beantwortet. Nicht weil Futter teuer wäre, sondern weil der größte Posten kein monatlicher ist.

Die laufenden Kosten

Futter. Der größte planbare Posten und zugleich der mit der größten Spanne. Zwischen einem günstigen Supermarktfutter und einem Nassfutter mit hohem Fleischanteil liegt leicht der Faktor drei bis vier. Wer überwiegend Nassfutter füttert, zahlt mehr als bei Trockenfutter - siehe Nassfutter oder Trockenfutter.

Konkret hilft die Rechnung über die tatsächliche Ration: Wer weiß, wie viel Gramm die eigene Katze pro Tag braucht, kann jeden Preis pro Kilogramm direkt in Monatskosten umrechnen. Die Berechnung steht unter Wie viel Futter braucht eine Katze.

Katzenstreu. Abhängig von der Art. Silikatstreu kostet pro Liter mehr, hält aber länger; Bentonit ist günstiger pro Liter, wird aber schneller verbraucht. Fair vergleichen lässt sich das nur über den Monatsverbrauch, nicht über den Sackpreis. Details: Katzenstreu im Vergleich.

Tierärztliche Vorsorge. Jährliche Untersuchung und Impfung, Entwurmung nach Bedarf. Verteilt auf zwölf Monate ist das ein kleiner, aber fester Betrag. Ab etwa sieben Jahren kommt jährlich ein Blutbild dazu, ab zwölf Jahren halbjährliche Kontrollen - der Posten wächst mit dem Alter.

Verbrauchsmaterial. Leckerlis, Spielzeug, Ersatz für abgenutzte Kratzflächen, gelegentlich ein neuer Napf. Kein großer Betrag, aber er verschwindet gern aus der Kalkulation.

Haftpflicht. Für Wohnungskatzen meist in der privaten Haftpflicht enthalten. Bei Freigang lohnt ein Blick in die Bedingungen.

Die einmaligen Kosten

Anschaffung des Tieres. Aus dem Tierheim fällt eine Schutzgebühr an, die in der Regel Kastration, Impfung, Kennzeichnung und Registrierung bereits enthält - unter dem Strich meist die günstigste und zugleich sinnvollste Variante. Bei einer Rassekatze aus seriöser Zucht liegt der Preis deutlich höher; darin enthalten sind üblicherweise Impfungen, Chip, Papiere und Gesundheitstests. Auffällig günstige Angebote für Rassekatzen sind ein Warnsignal - sie stammen häufig aus Vermehrung ohne Gesundheitsvorsorge.

Erstausstattung. Toiletten, Näpfe, Kratzbaum, Transportbox, Schlafplätze, Fenstersicherung. Die vollständige Liste steht unter Katze zieht ein. Der Kratzbaum ist hier der größte Einzelposten - und einer, an dem sich Sparen selten lohnt, weil zu niedrige oder wackelige Modelle nicht angenommen werden.

Kastration. Beim Kater deutlich günstiger als bei der Kätzin. Details zum Ablauf: Katze kastrieren lassen.

Grundimmunisierung. Drei Termine im Kittenalter plus Auffrischung nach einem Jahr, siehe Impfplan.

Kennzeichnung und Registrierung. Chip beim Tierarzt, Registrierung bei Tasso oder Findefix kostenlos.

Der Posten, der überrascht

Alles bisher Genannte ist planbar. Der Betrag, der Haushalte tatsächlich in Schwierigkeiten bringt, ist der unvorhergesehene:

  • Eine Zahnsanierung mit Narkose, Röntgen und Extraktionen
  • Ein Harnröhrenverschluss beim Kater mit stationärer Behandlung
  • Eine Operation wegen eines verschluckten Fadens
  • Eine chronische Erkrankung mit lebenslanger Medikation und regelmäßigen Kontrollen

Diese Fälle bewegen sich schnell im drei- bis vierstelligen Bereich. Sie sind nicht häufig, aber sie sind auch nicht selten - und sie treten unangekündigt auf. Größenordnungen stehen unter Tierarztkosten.

Zwei Wege, damit umzugehen: eine konsequent bediente Rücklage auf einem separaten Konto oder eine Katzenkrankenversicherung. Was in beiden Fällen zählt: Die Entscheidung fällt vor dem Notfall, nicht im Wartezimmer.

Über die gesamte Lebenszeit

Eine Wohnungskatze wird durchschnittlich fünfzehn Jahre alt, oft älter. Über diesen Zeitraum summieren sich auch moderate Monatsbeträge auf einen vierstelligen Betrag - plus Anschaffung, plus Tierarztkosten, plus die Kosten der letzten Lebensjahre, die typischerweise die höchsten sind.

Das ist kein Argument gegen eine Katze. Es ist ein Argument dafür, die Rechnung einmal ehrlich aufzumachen, bevor das Tier einzieht.

Wo sich Sparen lohnt und wo nicht

Lohnt sich:

  • Große Streu- und Futtergebinde statt Kleinpackungen
  • Baumarkt-Aufbewahrungsboxen als Katzentoilette - oft besser als teure Fachhandelsmodelle
  • Selbst gebaute Kratzflächen und Sisalbezüge
  • Katze aus dem Tierheim statt aus dem Kleinanzeigenportal

Lohnt sich nicht:

  • Am Futter sparen, wenn das billige Futter zu Verdauungsproblemen führt
  • Vorsorgetermine ausfallen lassen - Früherkennung ist regelmäßig billiger als Behandlung
  • Billiger Kratzbaum, der wackelt und nicht genutzt wird
  • Ungesicherte Fenster

Häufige Fragen

Was kostet eine Katze im Monat ungefähr?
Für Futter, Streu, Vorsorgeanteil und Verbrauchsmaterial sollte man bei einer Wohnungskatze mit einem mittleren zweistelligen Betrag pro Monat rechnen. Nach oben ist die Spanne offen, vor allem über die Futterqualität.
Was kostet eine Katze im ersten Jahr?
Deutlich mehr als in den Folgejahren. Hinzu kommen Erstausstattung, Grundimmunisierung, Kastration, Kennzeichnung und Registrierung. Insgesamt ist mit einem mittleren bis hohen dreistelligen Betrag zu rechnen, je nach Herkunft des Tieres auch mehr.
Sind zwei Katzen doppelt so teuer?
Nein, aber fast. Futter, Streu und Tierarztkosten fallen doppelt an, geteilt werden nur Anschaffungen wie Kratzbaum und einzelne Zubehörteile. Realistisch sind etwa 1,7 bis 1,8 mal die Kosten einer Einzelkatze.